Bessere Vorbereitung macht das schönere Abenteuer

“Hinterher ist man schlauer” – Mutter Natur ist zuweilen etwas unvorhersehbar und so kann diese gekalauerte Phrase in den Bergen fatale Folgen haben. Besser heisst es “Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste”. Doch das wirklich grosse Schlüsselwort, wenn wir in der Natur sind lautet “Vermeidung”. Vermeidung von Notfällen bevor sie überhaupt passieren indem wir uns entsprechend vorbereiten.

Die folgenden Tipps sollen dir helfen, deinen nächsten Ausflug in die Natur vorzubereiten so dass du weisst was zu tun ist wenn plötzlich – trotz der perfekten Vorhersage – die Gewitterwolken aufziehen.

noun_map_614991
Vor dem Start

Erwartungen
Sei dir sicher, dass jeder in deiner Gruppe weiss, was ihn erwartet – inklusive der Distanz, den Höhenmetern, den Konditionen und den Wetterbedingungen. Besorge dir eine Karte und zeichne die Route ein – verlasse dich dabei nicht nur auf dein Handy, denn dessen Batterie hat auch nur eine begrenzte Laufzeit. Wenn du die Kondition deiner Begleitung nicht kennst und die Tour eine anstrengende Wanderung werden wird, überlege im Vorfeld einige kürzere Wanderungen gemeinsam zu unternehmen.

Fuel up
Wenn du erst trinkst und isst, wenn du Hunger & Durst hast, ist das zu spät. Genau wie Athleten solltest du dich am Tag vor deiner Wanderung vorbereiten und deine Wasser- und Energiespeicher auffüllen.

Sei vorbereitet
Überprüfe deine Ausrüstung nicht erst am Morgen zwischen Müsli und Kaffee, sondern am Abend bevor du startest und sei dir sicher, dass du an alles gedacht hast. Lese einen richtigen Wetterbericht und lerne, ihn zu interpretieren – die wenigen Angaben, die dir dein iPhone macht reichen nicht aus, um das Wetter abschliessend zu beurteilen. Beachte den Wind, Niederschlagsrichtungen und Nullgradgrenzen. Checke all das unbedingt noch einmal, unmittelbar bevor du startest.

Bring the right gear
Nimm immer eine Kleidungsschicht mehr mit, als die Bedingungen vermuten lassen. Ich persönlich trage lieber etwas mehr mit mir herum, bin dafür aber für Eventualitäten gerüstet. Besser, ich nehme die Regenjacke unbenutzt mit zurück nach hause, als von einer Tour frierend und durchnässt zurückzukehren.

“Der frühe Vogel fängt den Wurm.”
Und dabei hilft es nicht, wenn er von einem Kater begleitet wird. Daher: Geh früh (und nüchtern) schlafen.

noun_winner_634813

Unterwegs

Hab einen Plan
Kenne die Route, bevor du startest; wo liegen Schwierigkeiten, wie sind die Entfernungen, was ist in der Nähe. Plane in Stationen und sei dir bewusst, was dich zwischen den Stationen erwartet. Nehmt euch einen Moment Zeit, die geplante Tour zu besprechen, damit alle auf dem gleichen Wissensstand sind.

Verteile Rollen
Der Schwächste in der Gruppe gibt das Tempo an und gibt den Takt von Pausen vor. Seid euch darüber einig, wer die Tour leitet.

Vermeide Hunger und Durst
Esse und trinke regelmässig und stelle sicher, dass du genug Reserven dabei hast. Wenn dich der Hungerast einholt ist es zu spät – vermeide, dass er dich überhaupt begleitet.

Take your time
Plane die Tour so, dass du sie geniessen kannst und mache lieber eine Pause zu viel als zu wenig. Das Erlebnis ist erheblich besser, wenn du deinen Energiehaushalt im Griff hast und die Eindrücke geniessen kannst.

Sei achtsam
Nimm deine Umgebung aufmerksam wahr und prüfe regelmässig, ob sich etwas verändert – sei es ein Mitglied deiner Gruppe, dem es plötzlich nicht mehr gut geht oder die Wetterbedingungen, die sich plötzlich ändern können.

Der Weg ist das Ziel
Selbst wenn du kurz vor dem Gipfel bist, kann es sein dass wir (zum Beispiel aus den gerade genannten Gründen) umkehren müssen. Treffe diese Entscheidung mit Vernunft, denn du kannst dir sicher sein, dass der Gipfel am kommenden Wochenende auch noch da sein wird, wenn du wieder kommst.

MerkenMerken

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

one × four =