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An meine erste Bergwanderung als Kind kann ich mich heute nicht mehr erinnern. Aber das erste mal auf dem Bike in den Bergen war ich mit vielleicht 13 oder 14 Jahren irgendwo in den Tiroler Alpen und diese Erinnerung ist geblieben. Weil wir als Kinder da waren (selbstverständlich haben wir uns als Jugendliche bezeichnet) aber mit den Erwachsenen ganz normal mitfahren konnten und das Alter keinen Unterschied gemacht hat. Und da war der Funke gesprungen und ich verbrachte so viel Zeit wie möglich draussen.

Drinni vs. Draussi

Einige Jahre später erschien in der Neon ein Artikel über den “Drinni vs. Draussi“; ich war inzwischen Student und war kaum mehr in der Natur.

Ich ertappte mich plötzlich dabei, wie ich mich noch immer als “Draussi” bezeichnete, aber mehr und mehr als “Drinni” lebte.

Dann kam (glücklicherweise) eine Phase der Neuorientierung und ich war gezwungen, mir neu zu überlegen, was mir wichtig war und was mich erfüllte. Es trieb mich plötzlich wieder hinaus – nach Südtirol, in den Schwarzwald, nach Schweden – mit dem Bike, mit dem grossen Rucksack oder einfach für eine gemütliche Wanderung. Damit war  meine Liebe für Draussen aufs neue geboren. Und ist seitdem nicht mehr erloschen. 

Und trotzdem ticken diese zwei Seiten noch immer ein wenig in mir: Auf der einen Seite der Draussi, der am liebsten jede freue Minute in den Bergen verbringen möchte und der seine innere Ruhe am besten in der Natur findet – abseits von Trubel, Hektik und den kleinen (und scheinbar grossen) Sorgen des Alltags. Und auf der anderen Seite der Drinni, der diese Website begonnen hat, dem sein Zuhause – das Kokon – genauso wichtig ist wie das Draussen sein. Vielleicht ist es also ein Zusammenspiel und es braucht darin beide Seite: Der Draussi kann nicht ohne auch ein bisschen Drinni.

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Und dennoch: Von Draussen betrachtet ist vieles Nichtig

Denn die Distanz klärt den Blick. Und mit viel frischer Luft um die Nase und dem Blick in die Ferne gerichtet erscheint fast jedes vermeintliches Problem lösbar. Der Schritt aus dem Hamsterrad hilft, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Draussen zählt es nicht, ob die Hose grün, rot oder blau ist oder wie gut das nächste Meeting vorbereitet ist. Man ist aufs Wesentliche beschränkt. Man wird nicht abgelenkt. Man ist das, was man bei sich hat. Und das ist gut so. Es zählt, was wichtig ist: essen, navigieren, schlafen. Der Rhythmus passt sich dem an was man gerade tut , ganz ohne die Ablenkung und äussere Reize.

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Und hier schreibe ich ein anderes mal weiter.

 

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